Chryselephantin

Eine chryselephantine Skulptur kombiniert Gold und Elfenbein über einem Holzkern. Das Elfenbein bildete die nackten Hautpartien, die Gewänder und Attribute bestanden aus dünnen Goldblechen. Die griechische Klassik führte das Verfahren zur Königsdisziplin der Tempelskulptur. Phidias schuf um 435 v. Chr. den über zwölf Meter hohen Zeus von Olympia, eines der Sieben Weltwunder, sowie die Athena Parthenos für den Parthenon. Beide Werke sind verloren; sie sind durch antike Beschreibungen, Münzbilder und kleinformatige Repliken überliefert. Im 19. Jahrhundert nahmen belgische Bildhauer die Technik im Jugendstil wieder auf.