Flachrelief
Begriff und Technik
Das Flachrelief, im Italienischen als basso rilievo bezeichnet, ist eine plastische Form der Bildhauerei. Die Figuren treten dabei weniger als 50 % ihres Volumens aus der Grundfläche hervor. Eine Sonderform bildet das rilievo schiacciato (gequetschtes Relief), das Donatello entwickelte. Diese Technik erzeugt Tiefenwirkung ausschließlich durch die präzise Führung perspektivischer Linien und feinster Oberflächenmodulation, wobei die plastische Ausdehnung minimal bleibt.
Hauptbeispiele
Antike Monumente nutzen diese Form, etwa der Parthenon-Fries (442–438 v. Chr.) mit einer Länge von 160 m oder die Ara Pacis Augustae (13–9 v. Chr.) in Rom. Der Spiralfries der Trajanssäule aus dem Jahr 113 n. Chr. weist eine Gesamtlänge von ca. 38 m auf. Ein zentrales Beispiel für das rilievo schiacciato ist Donatellos Ascension and Christ Giving the Keys to Saint Peter (um 1428–1430). Diese Marmorskulptur befindet sich im Victoria & Albert Museum, London (Inv. 7629-1861). Janson beschreibt die technische Besonderheit dieser Methode in The Sculpture of Donatello (1957).
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Redaktion euroskulpa.de (2026). Flachrelief. In: euroskulpa.de — Archiv europäischer Bildhauerei. https://euroskulpa.de/artikel/glossar-flachrelief/ (Abruf: 23.05.2026)
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