Fries
Begriff und Position
Ein Fries bezeichnet ein horizontales Reliefband. Die lateinischen Bezeichnungen lauten frisium oder phrygium. In der antiken Architektur befindet sich das Element zwischen dem Architrav und dem Sims am Tempelgebälk. Es existieren zudem Sarkophag-Fries als umlaufende Reliefs oder Säulen-Fries.
Hauptbeispiele
Der Parthenon-Fries weist eine Länge von 160 m auf. Er zeigt die Panathenäen-Prozession zwischen 442–438 v. Chr. in der Werkstatt des Phidias, wobei Bernhard Schmaltz in Phidias und der Parthenon (Berlin 1980) die Ausführung analysiert. Der Pergamon-Altar zeigt eine Gigantomachie aus den Jahren 170–160 v. Chr., während sich das Objekt heute im Pergamonmuseum Berlin befindet. Die Trajanssäule nutzt einen spiralförmigen Fries mit einer Höhe von 38 m um 113 n. Chr. Die Ara Pacis Augustae entstand zwischen 13–9 v. Chr. und steht heute in einem eigenen Museum in Rom. Bernard Andreae beschreibt diese Form im Skulptur des Hellenismus (München 2001).