Girlande

Begriff und Synonyme

Die Girlande bezeichnet in der Bildhauerei eine dekorative Anordnung aus pflanzlichen Elementen. Die italienische Form lautet ghirlanda. In der deutschsprachigen Kunstgeschichte werden die Begriffe Festoon und Girlande synonym verwendet, wobei bei römischen Beispielen eine leichte Präferenz für den Begriff Festoon besteht. Die lateinisch-griechischen Vorläufer umfassen encarpa sowie festones. Hellenistische Vorlagen finden sich in den Formen enkarpos oder kalathiskos.

Anwendung in der Bildhauerei

In der Antike dienten römische Girlandensarkophage des 1. bis 3. Jh. n. Chr. als prominentes Beispiel. Diese zeigen hängende Frucht- und Blattkränze zwischen Putti oder Eroten (Guntram Koch und Hellmut Sichtermann: Römische Sarkophage, München 1982). Die Renaissance übernahm dieses Motiv für Grabmäler. Andrea del Verrocchio schuf um 1465 das Grabmal Cosimo de' Medici in der Kirche San Lorenzo, Florenz (Bernd Roeck: Florenz 1900. Die Suche nach Arkadien, München 2001). Im Klassizismus setzt Antonio Canova die Tradition fort. Sein Grabmal Maria Christina in der Augustinerkirche Wien entstand zwischen 1798 und 1805.

Verwandte Artikel