Grabmal
Begriff und Hauptphasen
Ein Grabmal bezeichnet ein Denkmal zur Erinnerung an Verstorbene, im Lateinischen als monumentum sepulcrale bezeichnet. Die Typologie reicht von der griechischen Grabstele des 5. bis 4. Jahrhunderts v. Chr. über die römische aedicula und frühchristliche Sarkophage bis hin zur mittelalterlichen Tumba, bei der die Grablage liegend erfolgt. In der Renaissance entwickelte sich das monumentale Grabmal, wie das Grabmal Cosimo de' Medici von Verrocchio um 1465. Der Barock nutzt dynamische Kompositionen, während der Klassizismus auf klare Formen setzt. Erwin Panofsky beschreibt in Tomb Sculpture (New York 1964) die funktionale Entwicklung dieser Monumente.
Hauptbeispiele
Die Stele Hegeso aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. befindet sich im Nationalmuseum Athen unter der Inventarnummer Inv. 3624. Die Tumba Eduard II. in der Gloucester Cathedral datiert auf ca. 1330. Das Grabmal Cosimo de' Medici von Verrocchio steht in der Kirche San Lorenzo in Florenz und entstand um 1465. Das Grabmal Maria Christina von Canova befindet sich in der Wiener Augustinerkirche und wurde zwischen 1798 und 1805 gefertigt.