Quadriga

Begriff und Etymologie

Der Begriff leitet sich vom lateinischen quadriga ab. Die Wortbildung kombiniert quattuor (vier) mit iugum (Joch). Das griechische Vorbild bezeichnet man als tethrippon. In der Antike dienten solche Gespanne als Schmuck an der Spitze von Triumphbögen oder fungierten als Eckakroterion. Plinius der Ältere beschreibt die Verwendung in der Naturalis historia (Buch 36).

Bildhauerische Beispiele

Das Quadriga-Akroterion am Mausoleum von Halikarnassos stammt aus dem 4. Jh. v. Chr. und befindet sich heute im British Museum. Bernard Andreae führt in Skulptur des Hellenismus (Muenchen 2001) die Bedeutung dieser Form für die monumentale Architektur aus. Die Pferde von San Marco bestehen aus vergoldeter Bronze. Diese Skulpturen aus dem 4./5. Jh. weisen eine Höhe von 235 cm auf. Die Originale stehen heute in den Musei di San Marco in Venedig, während am Standort in situ eine Replik montiert ist. Die Quadriga des Brandenburger Tors wurde von Johann Gottfried Schadow zwischen 1789 und 1794 als Kupfertreibarbeit geschaffen.